Kontakt Impressum Datenschutz
 

Kroatien


Makarska 2021

Die Hinfahrt …

In den vergangenen 3 Jahren erreichten mich immer wieder begeisterte Urlaubsberichte von der dalmatischen Küste. So wurde es also höchste Zeit, sich auch dort einmal blicken zu lassen. Wir (Kevin, Nadine und unser Knirpsi 1 ½) hatten den Vorteil, dass unsere Bekannten bereits seit vielen Jahren nach Makarska fahren.
Drei Anrufe reichten und schon traf sich unsere kleine Reisegruppe von insgesamt 9 Personen bei einem gemeinsamen Grillerchen im heimischen Garten. Dort wurde dann alles besprochen und die Reise an die Adria war so gut wie gebucht. Am 4.Juli war es dann endlich soweit, unser Bulli rollte vollgepackt bis unters Dach, pünktlich 9 Uhr vom Hof. Auf Grund dessen, dass wir mit Kleinkind reisten und vorher nicht genau wussten wie er die lange Fahrt wegsteckt, entschieden wir für zwei Zwischenübernachtungen. So fuhren wir die ersten 500 km nach Passau, schliefen dort und dann ging’s am nächsten Morgen weitere 460 km nach Zagreb. Beide Städte sind definitiv ein Besuch wert. Wir übernachteten im StadtHotel, direkt im Zentrum und parkten dort sogar überdacht (kostenlos So-Mo 9Uhr) Auf den Weg zu unserem zweiten Stopp tankten wir in Leibnitz (Österreich) noch einmal günstig voll. Die Tanke liegt ca. 1 km etwas abseits der Abfahrt in einem Gewerbegebiet. Der Diesel war hier 44 Cent günstiger als an der Autobahntanke. Die Österreichische sowie slowenische Grenze passierten wir jeweils in weniger als 5 Minuten, lediglich an der kroatischen Grenze standen wir ca. 1 Stunde im Stau. In Zagreb hatten wir eine kleine Ferienwohnung, ca. 1 km entfernt von der sehenswerten Kathedrale. Am Dienstag hieß es dann aber Endspurt. Wir fuhren die letzten 460 km über diese top gepflegte, zweispurige Autobahn von der man schon so oft gehört hat. Und was soll ich sagen: Keine Staus, keine Baustellen, kaum LKW’s und generell sehr wenig bis fast gar kein Verkehr.An dieser Stelle muss man erwähnen, dass die Ferien bereits in einigen Bundesländern anliefen, aber wie es zu erwarten war, herrschte immer noch diese epidemische Lage.

Angekommen…

1380km, klingt schlimmer als es wirklich ist. Ich stellte den Motor ab, wir öffneten ein wenig knülle die Türen und schon begrüßten uns unsere netten Vermieter Anton & Radojka Marinovic. Zusammen ging es erst einmal in Ihr gemütliches Gemeinschaftszimmer auf ein kühles Willkommensgetränk. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten und die Autos auf private Parkplätze abstellten, ging es zu Fuß auf die Promenade. Unsere Bekannten zeigten uns zuerst eine Wechselstube mit dem wohl besten Kurs vor Ort. Zu finden, im Hafen, rechts neben dem Hotel Porin. Anschließend wurden die ersten tollen Bars und Restaurants unsicher gemacht. Sicherleich kann man fast überall qualitativ gut Essen, dennoch hier eine kurze Liste wo es uns am Besten gefallen hat:

* Restaurant Berlin
* Lemon Garden
* Panoramarestaurant

Endlich Urlaub…

Die ersten Tage wurde am Strand entspannt. Wie euch sicherlich bekannt ist, gibt es auch in Mitteldalmatien keine Sandstrände. Wir fanden dies auch überhaupt nicht störend. Zugegeben unser kleiner Spatz hätte sich sicherlich gefreut, die eine oder andere Sandburg mit Papa zu bauen aber dafür hatte man nach dem Badetag nicht die üblichen Sandkörner, welche sich auch nach exzessiven Duschen in jeder Ritze wieder finden. Am Ufer gab es kleinkörnigen Kies, sehr wenige große Steine und im Wasser habe ich nur 2 Seeigel gefunden. Wir hatten uns vorab über die Gegebenheiten erkundigt und so wurde uns zusätzlich zu Badeschuhen auch zu Isomatten oder Luftmatratzen geraten.Wir lagen nördlich von der Hauptpromenade, nahe der Bar Neverin. Dort gibt es ein Tagesparkplatz für 50kn. Wenn man zeitig genug ist, steht das Auto 10m hinter einem. Wir waren faul und haben diese Option prompt genutzt. Bei satten 32 Grad den Berg runter bzw. hoch zu laufen, reichte uns einmal am Tag und das Abends um Essen zu gehen. Zusätzlich möchte ich noch erwähnen, dass in der Bar Neverin kostenlose, sehr moderne und saubere Toiletten auf Strandbesucher warteten. Auf Sauberkeit und Hygiene wird in Kroatien entgegen unserer Erwartungen also sehr viel Wert gelegt. Das hat uns positiv überrascht.
Ich kann mir allerdings vorstellen das diese Bar’s in der Nebensaison nicht geöffnet haben, da sie doch ein bisschen Abseits der Stadt liegen.

Sightseeing…

Die Region hat Landschaftlich und Kulturell einiges zu bieten, deshalb wollten wir unsere 14 Tage ausgiebig nutzen und planten einige Trips. Neben Split, der Insel Hvar und der Seeräuber Stadt Omis waren unsere „MustSeePlaces“ ganz klar der Krka Nationalpark, Dubrovnik und die Cetina Schlucht. Bei unserem Besuch in Omis buchten wir eine private Bootstour. Dort wurde unsere komplette Gruppe in den Cetina River gefahren. Sehr zu empfehlen ist hier auch die Zipline. 2,1km - 8 Seile - das längste davon 700m. Nervenkitzel ist hier also vorprogrammiert. Hat man danach noch Zeit und Lust, kann man nach Split weiterfahren. Der Krka Nationalpark ist von Makarska ca. 140 km entfernt und empfiehlt sich somit für einen Tagesausflug.  Wir fuhren nach Sibenik, die üblichen 50kn zum Parken sind mittlerweile selbstverständlich. Wir waren wieder zu Neunt.  Im Touristenzentrum bekommt man die Eintrittskarten. Wir kauften uns wieder eine Bootstour für Hin/Zurück denn laufen konnte man dann im Park noch genug. Für kühle, hopfenhaltige Getränke war wie immer überall gesorgt. Unser absolutes Highlight allerdings war der Besuch in Dubrovnik. Manche Orte muss man im Leben einfach 1x live gesehen haben. Die Altstadt, welche einer Festung gleicht - einfach unbeschreiblich!Seit dem 16.Jh umgeben von einer gigantischen Stadtmauer. Drehort von StarWars und GameOfThrones und vielen weiteren Serien bzw. Filmen. Wir buchten uns vorab ein Tagesparkplatz bei DailyParking, somit war der Stellplatz reserviert. ( Parkplatz) Okay für 35€ wahrscheinlich der teuerste Parkplatz auf den ich je gestanden habe, aber dafür im Schatten, direkt an der Altstadt und schnell zu erreichen. Kein Suchen, unkomplizierte Onlinebuchung und Bezahlung bar vor Ort in einem Briefkasten. Von Makarska aus fuhren wir die Küstenstraße 150km in Richtung Süden. Ist man etwas fotografisch unterwegs, muss man sich schon ganz schön zusammenreißen um nicht nach jeder Kurve anzuhalten, denn die landschaftlichen Highlights reißen einfach nicht ab. Auf der Küstenstraße bekommt man schon wirklich viel geboten bis man vom Meer abbiegt. Es geht hoch in das Bilkovo-Massiv, ein Hochplateau, vorbei an einem glasklaren See. Von hier hat man wieder besten Blick auf das Meer und einige Inseln. Danach sieht man ein riesiges grünes Becken mit Flussläufen, Kanälen, Gemüse- und Obstplantagen, soweit das Auge reicht. Am Straßenrand stehen kilometerweit Bauern mit ihren Pyramiden aus Wassermelonen. Als wir in Dubrovnik ankamen merkten wir sofort das die Reservierung des Stellplatzes die richtige Entscheidung war. Denn trotz dessen das die Stadt wie ausgestorben schien gab es keine freien Parkplätze. Wir entschieden uns zuerst mit der Seilbahn zu fahren. Hoch wie runter. Es gab keine Warteschlange, bezahlen - einsteigen und los ging es. Die Aussicht war einfach unbeschreiblich. Als wir wieder unten waren ging es in die Altstadt inkl. eine Runde um die Stadtmauern. Treppe hoch, Treppe runter und absolut kein Schatten. Zum Glück ging etwas Wind. Wenn man die Stadt von anderen Urlaubsbildern oder Ansichtskarten kennt, mit Massen an Touristen welche sich wie auf einem „Weihnachtsmarkt“ durch die engen Gassen quetschen, war es schon fast beängstigend. Wir liefen fast allein. Einfach wunderschön und sehr zu empfehlen. Auch in Makarska kann man sich einiges anschauen. Auf der Halbinsel ist ein sehr schön gepflegter Rundweg welcher auch nachts sehr zu empfehlen ist. Man kommt an der Kirche Sveti Petar der Statue St.Peter, einem Leuchtturm sowie einer Bar vorbei. Wenn man nicht auf Parasailing steht dann kann man sich auch eine Safari Tour auf den Sveti Jure / Biokovo (1762m) buchen. Wir haben zweimal versucht privat hoch zu fahren. Um 9 Uhr war allerdings schon so viel los, dass wir satte 3 Stunden hätten warten müssen um die Mautstrecke hochfahren zu dürfen. Das lag wohl an dem neuen Skywalk, einer Aussichtsplattform aus Glas auf halber Strecke zum Gipfel, welche in jedem Reiseführer auf Seite 1 geworben wird.

Angeln

Ein Satz mit x das war wohl nix. Selbstverständlich waren auch Angeln im Gepäck. Zwei 13ft 3,5Lbs eine Match und eine straffe Spinnrute. Noch in Deutschland buchte ich mir eine Wochenkarte für die Region. ( Angelkarten) Wir versuchten als Erstes in der Abenddämmerung gegenüber vom Hafen unser Glück. Das steil abfallenden Ufer sowie die Strömung sah wirklich vielversprechend aus. Leider waren Shrimps sowie Sardellen keine gute Wahl. Die kleinen Brassen sowie Krebse waren hungrig, schnell, und gründlich. Wir hatten ein besseren Biss, der nach einem kurzen Drill leider abging. Mit der Dunkelheit kam dann allerdings eine unschöne Überraschung welche uns zu einem Platzwechsel zwang. Ein beleuchtetes U-Boot fuhr direkt an unserer zuvor auserkorene Angelstelle hin und her. Wir liefen also wieder Richtung Ferienwohnung am Ufer zurück. Dort sahen wir mit Kopflampen, einheimische Angler sitzen.Also neuer Versuch an einem anderen Tag mit neuen Ködern.Wir holten uns Tintenfischstreifen, doch leider brachte auch das nicht den gewünschten Erfolg. Unser Sortiment an Spinnern, Wobblern und Gummifischen sollte ebenfalls nichts bringen. Also letzter Versuch um nicht ganz als Schneider Heim zu fahren. Während Mutti mit Kind baden war konnte ich mit der leichten Matchrute mehrere 5-7cm große Brassen überlisten.

Heimfahrt

Wir informierten uns via GoogleMaps schon Tage vorher über die aktuelle Verkehrssituation an den Grenzen. Keine Staus, alles grün. Unser Kind war geduldig und hatte kein Problem mit längerem Sitzen, so entschieden wir ohne Zwischenübernachtung nach Hause zu fahren. Nach 12,5 Std Fahrt kamen wir am 21.07 schließlich wieder im schönen verregneten Sachsen an.

Unser Fazit

Makarska Riviera ist wirklich eine Reise wert! Insbesondere wenn man wie wir auch unbedingt einmal Dubrovnik sehen möchte, sollte man nicht mehr lange warten. Denn irgendwann geht der Massentourismus wieder los. Wir sahen keine Kreuzfahrtschiffe, keine Reisebusse, eine Pandemie hat halt auch manchmal ihre „schönen“ Seiten. Ist man allerdings darauf aus unbedingt ein größeren Fisch zu fangen, sollte man es weiter nördlich probieren oder sich ein Schlauchboot mit Motor mitnehmen. Ich denke wir werden früher oder später mal wieder einen Abstecher in Richtung Adria wagen.